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Kleiner Golfball mit großer Geschichte

Der kleine weiße Ball, der sich so schnell im Grün verliert, hat eine viel größere Bedeutung für die Golfgeschichte, als manch einer glauben mag. Allein, daß seine Vorfahren einfache Kieselsteine waren, ist heute kaum noch vorstellbar. Die ersten Bälle wurden grob aus Holz geschnitzt und besaßen nur mäßige Flugeigenschaften. Eine Alternative dazu wurde der "Feathery". Der mit Federn gestopfte, von innen vernähte Ledersack war eher eckig als rund, flog hervorragend, ging aber schnell aus den Nähten und schwemmte bei Regen auf. Nur sehr reiche Spieler konnten die aufwendig hergestellten und schnell verschleißenden Flugobjekte immer wieder neu erstehen.

Im 19. Jh. brachte ein Missionar mit der Entdeckung des "gutta percha" den Segen über die Entwicklung des Golf zum Breitensport. Die erschwinglichen Kautschuk-Kugeln flogen gut, waren robust und konnten zudem immer weiter entwickelt werden. Bald war mit dem Dimple Ball auch die gedellte Oberfläche zur Verbesserung der Flugeigenschaften entdeckt. Und wie schon beim Feathery griff man die Idee des unterschiedlichen Innen und Außen wieder auf. An der perfekten Variation tüfteln Ballhersteller bis heute. Ob innen weich und außen hart oder umgekehrt, alle Bälle müssen seit 1931 den Standardmaßen von 45,93 g Gewicht und 42,67 mm Durchmesser entsprechen.

Historische Bälle sind inzwischen zum beliebten Sammel-Objekt geworden. Holzbälle, Featherys und Original-Dimple erzielen Höchstpreise auf Auktionen und manch ein Liebhaber taucht gar im Golfteich nach den alten Kugeln.

Flugeigenschaften - Feathery - Ledersack - Federn - Golfgeschichte
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